Totenrausch

Die Frau, die in das Büro eines Hamburger Zuhälters stürmt, ist verzweifelt. »Ich brauche Pässe für mich und meine zwei Kinder«, sagt sie. Und: »Wenn du mir hilfst, werde ich jemanden für dich töten.« Es wäre nicht das erste Mal ...

Brünhilde Blum. International gesuchte Mörderin. Liebevolle Mutter zweier Töchter. Seit Monaten auf der Flucht. In Hamburg will sie zur Ruhe kommen, einen Neuanfang wagen, und fast, so scheint es, gelingt es ihr auch. Ausgestattet mit einer neuen Identität und etwas Geld wohnt sie mit ihren Töchtern in einem wunderschönen Fischerhäuschen an der Elbe und arbeitet als Aushilfe in einem Bestattungsinstitut. Alles ist gut. Bis zu dem Tag, an dem sie für ihr neues Leben bezahlen muss – denn der Mann, dem sie das neue Glück zu verdanken hat, fordert ein, was sie ihm versprochen hat. Sie soll für ihn jemanden töten. Das Problem dabei ist nur, dass es sich um einen Menschen handelt, der ihr sehr ans Herz gewachsen ist ...



Versprechen muss man halten. Auf der Flucht vor Interpol schlägt sich die Mörderin Brünhilde Blum mit ihren beiden Töchtern nach Hamburg durch. Alles wird gut. Es war der einzige Weg.

Brünhilde Blum ist eine liebevolle Mutter zweier Töchter, erfolgreich in ihrem Beruf als Bestatterin, freundlich und ausgeglichen




Die Tat einer Psychopathin, schrieben sie. Und lagen doch so falsch damit. Weil niemand wusste, wer diese Männer wirklich gewesen waren, was sie getan hatten. Sie musste sich unbedingt eine neue Identität zulegen und irgendwo abtauchen, einen Neuanfang wagen.


Der Schreibstil ist spannend. Seine Sätze sind kurz und knapp. Wer die ersten beiden Krimis nicht kennt, kann den dritten Teil aber auch getrost als einzigen lesen. 


Das Buch ist unter ISBN  978-3442756377 und ist für 19,99 € zu erwerben. Erschienen ist es am 9. Januar 2017 im btb Verlag.

Es hat 480 Seiten voller Spannung.










 „Es ist diese ehrliche, die Brust zusammenschnürende Liebe, die diese Frau so unwiderstehlich macht. Weshalb man ihr jedes noch so große Gräuel verzeiht. Weil diese Liebe in ihr brennt. Sie immerfort jagt. Stillstand gibt es nicht, dafür sorgt Aichner mit scharfen Stakkato-Sätzen. (...) Hektisch flirren die Augen über die Seiten, versuchen mit der irren Geschwindigkeit mitzuhalten. Die kurzen Sätze brennen sich ein. Szenenwechsel, innerer Monolog, eine neue Gefahr. Und zwischendurch einige wenige Dialoge, in die man atemlos hineinfällt. Sich im ironischen Schlagabtausch verheddert. Um wieder in den Kopf der Serienmörderin geschubst zu werden, die am Boden liegt, zu Füßen eines Hamburger Zuhälters.“

SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

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