Dienstag, 11. April 2017

Good as Gone: Ein Mädchen verschwindet. Eine Fremde kehrt zurück

Tom und Anna haben das Schlimmste erlebt, was sich Eltern vorstellen können: Ihre 13-jährige Tochter Julie wurde entführt, alle Suchaktionen waren vergebens, die Polizei hat den Fall längst zu den Akten gelegt. Acht Jahre später taucht plötzlich eine junge Frau auf und behauptet, die vermisste Tochter zu sein. Die Familie kann ihr Glück kaum fassen. Doch schon bald spüren alle, dass die Geschichte der Verschwundenen nicht aufgeht. Anna hegt einen furchtbaren Verdacht. Sie macht sich auf die Suche nach der Wahrheit über die junge Frau, von der sie inständig hofft, dass es ihre Tochter ist, die ihr gleichzeitig aber auch fremd erscheint und das gesamte Familiengefüge gefährlich ins Wanken bringt …



Seit acht  Jahren ist die 13 Jährige Julie nun  verschwunden. Nur langsam können sich die Eltern Anna & Tom an einen Leben mit ihrer anderen Tochter Jane einrichten. Es fällt ihnen schwer, aber sie versuchen mit dem Schicksal klar zu kommen. Doch gerade als alles seinen geregelten Ablauf geht steht auf einmal Julie wieder in der Tür. 

Nach allen Ermittlern  die die Suchen aufgegeben haben hat Julie es geschafft, zu ihrer Familie zurückzukehren. Zunächst scheint das Leben wie im Traum zu sein. Julie und ihre Mutter kaufen neue Kleidung, lernen sich neu kennen. Doch dann meldet sich ein Privatdetektiv mit verstörenden Informationen.

Aus wechselnden Ansichten wird erzählt, welche Person JULIE eben ist und wie sie sich dann wieder in der Familie gibt. Es scheint alles etwas aus dem Zusammenhang gerissen zu werden. Man muss viel lesen, damit die Handlungen einen sinn ergeben und sich verdichten, sodass man der Geschichte und den Personen folgen kann. 

Was sehr gut geschrieben ist , ist meiner Meinung nach die Zweifel der Mutter Anna. Sie zweifelt immer mehr daran das Julie wirklich Julie ist, was sehr gut rüber gebracht wird.

Das Buch entwickelt sich langsam, was es einem schwer macht die Motivation am Lesen beizubehalten. Erst spät entwickelt sich die Story und geht und die Tiefe.

Eine sehr einfallsreiche und ideenreiche Gesichte, die jedoch erst sehr spät das - Ich will unbedingt weiter lesen Gefühl- verbreitet.


Der Roman hat 320 Seiten und ist am 27. Februar 2017 im C. Bertelsmann Verlag erschienen. Die ISBN lautet 978-3570103234. Es kostet 12.99€


Montag, 10. April 2017

Wundervolle Gesichte- die uns demenziell Erkrankte näher bringt.

Das Leben der 17-jährigen Katie nimmt eine dramatische Wendung, als ein Anruf ankündigt, dass ihre Großmutter Mary bei ihr zu Hause einziehen wird. Ihre Mutter Caroline hat dem widerwillig zugestimmt, denn sie hatte seit vielen Jahren keinen Kontakt zu Mary und ist nicht gut auf sie zu sprechen. Katie muss mit der ihr fremden Großmutter das Zimmer teilen. Und sie fängt an, sich für Marys Geschichte zu interessieren. Katie will dem Familiengeheimnis auf die Spur kommen. Das ist nicht einfach, weil Mary an Alzheimer leidet. Doch Katie erkennt verblüffende Ähnlichkeiten zwischen sich und Mary: beide haben eine ungehörige Vorstellung vom Glück …




„Die Ungehörigkeit des Glücks“ wurde mir vom Verlag C. Bertelsmann als kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. An dieser Stelle nochmal vielen Dank dafür.

Das Buch hat mich durch seine Thematik direkt angesprochen. Ich arbeite selbst in einem Altenheim mit demenziell erkrankten. Der Klapptext -siehe oben verspricht ein sehr emotionales Buch in dem es um eine Alzheimer erkrankte ältere Dame geht.

Das Cover passt total zur Gesichte, was mir jedoch erst nach Ende des Lesens besser klar wurde. Zuerst dachte ich- was hat ein junges Mädchen  mit einer älteren Dame ähnlich bzw. warum ein junges Mädchen auf dem Cover zu sehen ist.


An erste Stelle lernt man in dem Buch KAtie kennen. Sie muss viel lernen, macht alles für ihre Mum und deren beste Freundin sich zur Zeit immer mehr von ihr entfernt. 

Doch dann tritt plötzlich ihre demenziell erkrankte Oma in ihr Leben. Ich habe mich zuerst gefragt warum durfte Katie ihre Oma Mary nie Kennenlernen? 

Warum Caroline , Katies Mum so abweisend zu ihr ist und sie so schnell wie möglich wieder loswerden will. Aber all das sollte man selbst lesen- Sie werden von der Autorin gefühlsvoll beantwortet und noch viele mehr. Katie entdeckt so vieles.

Ich fand man konnte das Buch sehr gut lesen. Es war trotz der 480 Seiten flüssig zu lesen und man hat immer wieder Momente bekommen, wo die Spannung einen gepackt hat.
Die Charaktere waren sehr gut beschrieben und bezeichnet. Nicht nur Katie,Mary und ihre Mum sind Rollen im Buch sondern auch ihr Bruder, der jedoch leider immer im Hintergrund der Gesichte bleibt.



„Die Ungehörigkeit des Glücks“ ist kein Jugendroman, den man mal einfach so nebenher liest. Denn dieses Buch enthält mehr, als es den Anschein macht. Man lernt das leben einen demenziell erkrankten Dame kennen. Die Autorin wechselt immer wieder die Sichtweisen aus Katies und Marys Sicht- was das Buch einfach  so interessant macht.

Das Buch hat 480 Seiten und ist am 22. Februar 2016 im C. Bertelsmann Verlag erschienen. 

Die ISBN lautet 978-3570102923. Es kostet als gebundene Aufgabe 19.99€ was ein total legitimer Preis ist für so ein tolles cover und eine wunderschöne Gesichte.



Mein Fazit: „Die Ungehörigkeit des Glücks“ ist ein Buch was ich jedem Menschen von ganzem Herzen empfehlen würde, da es einen packt und hilft sich in demenziell erkrankte hineinzuversetzen.